dG Nordhorn. Exklusif in de Grafschafter fordern Prominente aus die Grafschaft wohl, dass auch die Kreisstadt Nordhorn endlich einen Bahnhof kriegen tut. Alle Grafschafters sind herzlich angerufen, ebenfalls ihr Stetment für einen Bahnhof in Nordhorn abzugeben!
„Ohne Bahnhof lass ich meine CDs immer mit die Post kommen. Problem: Die Platten kommen immer pünktlich. Da ich viele Kontakte in die Musikszene habe und ja auch schon lange im Geschäft bin, kommen sie meisten sogar überpünktlich. Das heißt dann: 5-6 Tage vor dem Veröffentlichungstermin. Das ist für Kunden, die zu früh kommen, ja ganz schön. Für Kunden, die pünktlich zum Rilis-Termin kommen, aber unschön, weil dann ja die CDs schon wieder weg sind und dann muss ich nachbestellen. Denn nur von Mario Barth-Tickets kann ich auch nicht leben! Wer kann das denn auch? Sie vielleicht? Von einem Bahnhof erhoffe ich mir deshalb, dass die Bahn meine CDs mit einiger Verspätung liefert und die Kunden ihre CDs trotz meiner guten Kontakte pünktlich zum Veröffentlichungstermin bekommen. Dann muss ich auch keine Poster mehr verschenken! Gregor Papadopulus, CD-Händler, Nordhorn
„Das Schlachtvieh mit dem Zug zu transportieren hat hier ja schon eine längere Tradition, ne? hehehehe
Das will ich auch! In meiner jugoslavitschen Heimat haben das nämlich immer Blauhelm-Soldaten verhindert. Aber immer nur mitn LKW: Da wird das Fleisch ja ganz zäh. Ich mein: Ich hab auch Politikers zu Gast, da kann ich denen keine Zwiebelleber mit Benzinaroma servirn, das geht nicht! Außerdem kommen dann vielleicht noch mehr Gäste nach mein Resterang hin, wenn die Zuganbindung dann besser sein tut! Šćepan Neménec, Gastwirt von Resterang „Priština“ in Gildehaus
„Eine Kreisstadt ohne Bahnhof, das ist wie Wien ohne seine Melange! Das wäre wie wenn man Schiller den Stift weggenommen hätte! Das wärs dann gewesen mit der Freiheit! Und der Freude. Freude! Oder Mozart! Ja, Mozart! Wie hätte der den von Salzburg nach Wien, zum Kaisa, ja, kommen sollen, ohne Zug? Küaß die Hoand! Also doa brauchen wir goarnicht zu debattieren! Nordhorn braucht einen Bahnhof wie der Ferdinand sein Surfbrett! Und füor mich ist das oach guat, denn wenn ich meinen Lehrstuhl in Enschede besuche um den Holländern Kultuar beizubringen, ja, dann ist das mit dem Auto auch nicht so leicht! Das ist ja oft wie die Inszenierung einer Opa, diese Autofahrt: Der Schoaltküppel als Taktstoab, der Scheibenwischer wie der Vorhang, der fällt, ja? Da ist mir der Zug lieber! Nestor Klein, Regisör und Barkeeper, Nordhorn

„Total nervich, Nordhorn ohne Bahnhof! Wenn wir zun SV [Bad Bentheim, Anm. d. Red.], zun FC 09 [Schüttorf, Anm. d. Red.] oder watweißichalle hinwollen, können wir immer sone schwule Fahrgemeinschaft bilden. Bilden, wie dat schon klingt! Und die haben da nen schönen Bahnhof stehen, dat is doch scheiße, sowat! Dat brauchen wir auch! Guck mal, man kann sich nach dem Spiel nicht mal richtig einen geben, dann kommen gleich wieder die Bullen und nehmen einem den Lappen weg. Mit die Bahn wär das anders! Wenn ich zun Beispiel mit den Eddie und den Fritz nach Gladbach zun BuLi-Gucken hinfahren tu, dann tun wir uns in Zuch auch wohl einen geben! Aber dafür immer nach Lingen fahren, zun Emskopp hin? Ich hup euch was!“ Ingolf Sausmidat, Fußballprofi, Nordhorn
abgetippt von den Praktikant anbei!