
Milchpreise - ein Problem von Welt
Mai 12, 2008
dG, Emlichheim. Wo man geht und steht, wo man hinblickt, überall steht es: Katastrophe in Birma, Hunger inne Welt. Es sind Probleme, so denkt man sich, die einen ja gar nicht betreffen. Immerhin hat ja unsere Bundeswehr jüngst an die hundert Rekruten vonne Rommel-Kaserne an der Vechte aufgestellt, so dass vonne ganzen Asülaten schon keiner rüberkommen wird.
So weit, so gut? So weit, so schlecht! Denn wie so oft im Leben, es gibt da einen großen Zusammenhang.
Die Hungerkatastrophe, so bestätigt auch Bauernverbandschef Markus Bodderbloom, ist einzig und alleine auf dem Mist von de CMA gewachsen. Die CMA ist es nämlich, die mit ihrer Werbekampagne ein Bild von Milchkosten zuggeriert, das man so gar nicht als rial betrachten kann.
Da lächelt die milchbärtige Dame, die mit ihren Maßen wohl noch nicht einmal eine Kuh melken kann, vom Plakat und tut so, als könne in der Großstadt jeder Milch trinken.
Doch weit gefehlt! “Allein der Transport vonne Milch, die allenthalben in Hestrup gemolken wird nach Großstädte wie jetzt Nordhorn hin, kostet mehr, als der Kunde in Endiffekt für die Milch bezahlt”, mahnt Bodderbloom. Das von de CMA zuggerierte Preisniveau ruiniert also die Bauern.
Was das in der Tat bedeutet, lässt sich wohl in Emlichheim beobachten. Dort muss Hinnerk Harmkötter (41), Enkel des berühmten Wietmarscher Heimatdichters gleichen Namens, über den ich meine Doktorarbeit geschrieben hab, sehr japsen und knapsen.
Sohn Jan (27), Urenkel des berühmten Wietmarscher Heimatdichters Hinnerk Harmkötter, über den ich meine Doktorarbeit geschrieben hab, hat zwar eine Ausbildung bei der Sparkasse in Quendorf gemacht, doch selbst trotz seines “Vitman B” kann er keinen Kredit mehr lockermachen: “Nach Adam Riese rentiert sich das einfach nicht! Die Milchpreise sind im Keller, da kommste nicht von wech!”
Hinnerk Harmkötter versteht die Welt nicht mehr. “Arbeit muss sich doch lohnen!” findet der Landwirt und Frau Gertraut ergänzt: “Zumindest für Deutsche!”
Hinnerk fühlt sich im Stich gelassen - von de CMA mit ihren “Werbefuzzis”, die kein Verständins für die Probleme der Bauern haben. Von Dr. Hermann Kues, der “nur für den Emskopp da ist und für uns nichts tut” und auch von die GN, die ihren Abopreis anhebt, während die Milchpreise fallen.
So hat Hinnerk nur noch einen Wunsch: “Ich will von meine MIlchverkäufe den Teller wieder vollkriegen!”
De Grafschafter, dem Sprachrohr der kleinen Leute, sind solche Wünsche wichtig. Doch während am Theater in Nordhorn nur Traumtänzer sind, hat de Grafschafter handfeste Hilfe im Angebot: Thomas Emmerich, 34, ist BWL-Professor an der BA Emsland. Er schlägt vor: “Die Milchpreise müssen an den Abopreis der GN gekoppelt werden. Das macht wirtschaftlich Sinn und wird den Bauern helfen.”
Skeptischer sehen das Finanzexperten des IWF, die auf postalische Anfrage reagierten: “Das ist nichts zu machen.”
Doch de Grafschafter meint: “Dat mok wie, unsere Bauern sind schließlich fleißig und keine Itajener!”
von Dr. Bernhard Lehenkamp
[...] Kühe aber du bist die meine beste Milchkuh im Stall, du musst nach die Mizzwahlen hin!” Der zuletzt von die Milchpreisverfall stark in Mitleidenschaft manövrierte Harmkötter sieht nun rosigen Zeiten entgegen. Seine Frau kann auf zahlreiche Verbeverträge hoffen. Unser [...]
[...] etwas teurer sein tut, wurde so mit einem Lieferboykott boykottiert. Darunter hatten viele Milchbauern zu leiden. Zwar hat sich die Lage wieder entspannt, doch Diederichs wollte solchartige wie auch immer [...]