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Nach Streit mit die KTS: Klein inszeniert “Vechtewasser” inne Roxybar - Proteste

Mai 22, 2008

dG, Nordhorn. Schtarrigisör Nestor Klein hat nach Differenzen mit die Vorständler die KTS den Rücken zugekehrt und will sein Stück “Vechtewasser” nun inne Roxybar inszenieren.
“Vechtewasser” wurde 1926 von Hinnerk Harmkötter geschrieben und berrichtet von derr Lohnerr Prrostituierten Jutta, die sich in Wietmarschen einschleichen und da die Männer bezirtzen tut.
Klein: “Harmkötter, wie der das macht, das ist schon ginial. Der Prinz, der ist geil sowie heute zum Beispiel der Bürgermeister geil ist, das ist so, so, ja, geradezu Gegenwartsbezogen, dieses Stück!”
Auch Gisela Unnegerts, die die “Jutta” spielt, ist begeistert: “Von Harmkötters Antimetismus abgesehen, war dat schon ein toller Hecht. Und der Nestor, der kann ja auch sehr gut inszinieren tun! Ich glaub, damit werden wir den Pulitzer-Preis wohl aufholen!”
Ronald van der Beeke, der im Dezember die “Roxy Bar” gekauft hat, freut sich, das neue kulturelle Image ausgerechnet mit Klein aufbauen zu können: “Seine Erfahrung, das ist Gold wert in unseren Geschäft!”
Auch wenn Ex-Bürgermeister Friedel Meitlich sich nach einem Besuch von der “sehriösitet des Ladens” überzeugt hat, kommt die Roxy Bar von ihren schlechten Prrostiuierten-Image nicht von weg. “Dat is der reinste Puff is dat!” ereifert sich beispielsweise Heinz Frantzen vom Konzert und Theatersaal. Und Beisitzer Hans-Helmuth Lengerich ergänzt: “Dat kannste wohl laut sagen!”
Grund für den Lokuswechsel Kleins ist allen einvernehmen nach ein Streit mit die KTS: Kleins Stelle sollte wohl über eine ABM-Maßnahme für Barkeeper finanziert werden, doch Klein weigerte sich fement an den vorschriftlichen Ford-Bildungsmaßnahmen zu teilnehmen: “Wenn ich sag, 1/3 Cola und 2/3 Sekt is ein Sekt on the beach, dann ist das so!” moniert der Wahlnordhorner. “Meine Wiener Melange ist unbestritten beliebt, da mach ich doch keine Weiterbildung!”
Die vonne KTS, wütend wegen die Sturheit Kleins, ließen daraufhin die Inszenierung von Charlotte Roches Platt-Drama “Fick in de Bahn” von auswärtigen Theaterschülern inszinieren. Klein kündigte bebend vor Wuth seinen Vertrag und hofft nun auf Erfolg inne “Roxy Bar”.
Dass das schwirig wird, zeigt sich schon an die Anwohner: “Wat hier alle mit Kultur, wat solln dat. Ich bin immerzu anne Malochen dran beie Strabag und will einal inne Woche mal n Sekt für 50 Euro pro Glas trinken und jetzt kommt das hier mit Theater und sonne Sachen” mohniert zum Beispiel Berhard Müller aus Bookholt. Kollege Markus Onken ergänzt: “Dann kommen die ganzen feinen Pinkel hierher und die vonne Stadt und vonne Tannenlager bestimmt auch, da müssen doch mal Protestanten her jetzt!”
Anne Blanke-Schule hat sich schon die Initiative “Kultur in Nordhorn - nicht mit uns!” gebildet.
Man darf gespannt sein, wat da noch kommen tut. Zum Schluss wird Klein nochmal vertraulich: “Komma bei mich bei” flüstert er und dann “Ich hab zur Not auch schon n Job an Theater vo Gynasium, also unterkommen tu ich finanziell.”
Der Grafschafter findet: Gut so!

Von Jonas Friedlich

Ein Kommentar

  1. [...] ja, die muss aufhören! Solche Leute kenn ich zu genüge, erst neulich innen KTS. Da musste ich ja in der Roxybar inszinieren, aber nachdem die Medien ganz unabhägnig geschrieben haben, wie gute meine Inszinierung von [...]


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