
dG. Klausheide. Was schon seit ein paar Wochen als Gerücht durch die Kneipenszene vonne Grafschaft wanderte, scheint jetzt feste Ausmaße anzunehmen. Im Zuge von den Konjunkturpaket II soll der Flugplatz Klausheide ganz groß in einen internationinalen Flughafen erster Klasse für dat große Geschäft eingeführt werden – mit allen, was dazu gehört – Biutie-Shops, Rolltreppen, Gepäckwagens und natürlich große Flugzeuge. So jedenfalls stellt sich das Frederick Seilgeweih vor, der diese wisionäre Idee in einem seiner schlaflosen Nächte während einer Kegeltour in den Hamburger Hof in Nordhorn hatte. „Da kommt doch jetzt so viel Geld aus Berlin hier inne Grafschaft rein – wir sollen das Geld schnell ausgeben, damit sich der Emskopp da nichts von wegnimmt. Da soll alles ohne Ausschreibung und son Krams gehen, wegen der Wirtschaft. Das tut die Grafschaft einbinden in die Globaltisierung von der Welt. Überleg mal: In zehn Minuten von Wietmarschen mit den Fendt nachn Flughafen, und dann, zack!, ab nach Zidney!“, träumt der Landrat voller Eifer. „Das muss alles vergrößert werden. Die Jumbos brauchen mehr Platz für die Startungen und Landungen, deswegen habe ich schonmal nen Antrag fertig gemacht, dass wir das geplante Gewerbegebiet Klausheide zum Flughafenterminäl umbauen können. Überleg mal, die ganzen Arbeitsplätze und das Geld von die Turisten, die ausse ganze Welt inne Grafschaft strömen, nee, geflogen, hehe, kommen. Egal ob schwarz, gelb oder Eskimo – dat bring Geld für die Wirtschaft!“ Im Telefoninterwiu tut sich auch der 19-jährige stellv. Vorseitzende von den JuLis, Hand-Christoph Fasthart, angetan von wegen der Idee zeigen: „Schon seit Jahren kriegen wir Anfragen von den Pflanzenshops aus Enschede und Oldenzaal, weil wohl die Grafschaft für die ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist – die können dann über die Pakete voller blumen per Flugzeug aus Holland wegbringen – über die A30 geht das wohl nicht immer so gut, sagen die jedenfalls. Euregio sach ich nur – Wirtschaftsstandort Nordhorn und Umgebung – dafür stehen wir JuLis!“ Klare Worte des frisch gebackenen Studenten, der an der Fern-Universität Hagen BWL studiert. Nach den Bekanntwerden von den Plänen der Politiker formitiert sich schon Protest gegen die Ausbau von den Flugplatz Klausheide zum „Zweiten Tämpelhof“ (Seilgeweih). Mehrere Anwohner von den Flugplatz Klausheide sind fassungslos und fühlen sich von den Landrat übergangen. Helmut Gehrken, der seit fünfzig Jahren in unmittilbarer Nähe von den Flugplatz wohnt, ist der Sinn für den Ausbau nicht klar: „Ich verstehe das nicht, wieso Airbus? Wir haben doch hier einen Bus. Und der fährt sogar zwei Mal am Tag bis nach Lage!“ Margret Treterkamp, lanjährige Bedienung in der Klausheider Urkneipe „Klausheider Urkneipe“ sit auch nicht begeistert anbei: „Dann wird das ja hier noch lauter, also nee, ich finds ja schon schlimm, wenn die Jachtflugzeuge hier Krach mache – und jetzt hier auch noch Schlitzaugen mit ihrere Kameras. Da bin ich was von gegen!“ Aus Sicht von den Verkehr wäre das schon eine Entlastung von ein Vorteil, vor allem toll für die Studenten, die nach Haus inne Grafschaft fahren tun – ja vielleicht bald fliegen können? – so die Einschätzung von unseren Ridatör Jan-Holger Becker. Aus sicherer Quelle hat die Redaktion von dG erfahren, dass sich weiterer Protest von Leuten, die den 850 Millionen € teuren Flughafen nicht haben wollen, regt. Man darf bespannt sein, was inne Zukunft sich da tut. dG meint: Mit dem Flugzeug, ist doch klar, kommt die de Grafschafter auch nach Sansibar! Von Henning Brechterkamp