
dG Wietmarschen. Beim Schützenfest Wietmarschen sollte es mal wieder so richtig krachen: Mit Bier und Korn sollte der neue Schützenkönig, Markus Freten (37) ordentlich von gefeiert werden. Doch Pustekuchen: Praktikant Martin Piepke (19) tat sich in Internet verklicken – statt feinsten Korn Marke „Strootmann“ oder „Wolbrink“ bestellte die Dummbatz die kaliforniesche Bend „Korn“, die zwar auch „Korn“ heißen, wie der Name schon sagt, die man aber nicht trinken kann. Der Vauks-Pas führte zu Verstimmungen: „Hier dat sind wieder sone Ausländers, die wollen uns die Arbeitsplätze wegnehmen“ sagt ein ausgesprochen nüchtener Dirk Kujuweit vonne Blaskapelle. „Wir machen hier die Musik“ betont Kujuweit.
Doch dat mit die Musik ist noch dat geringste Problem: „Wat is dat hier? Dat trink ich zum Sportunterricht!!! So eine verdammte Kuhscheiße“ ereifert sich Schüler Arno Holtkamp (12) über sein mittlerweile siebtes Bier. Auch der bekannte Militärhistoriker Dick Tulpen („Krieg gegen Menschen“, „Ungezählte Opfer“, „Der Big Stick und Lohne“) hätte gerne etwas mehr „Zielwasser“ in seiner Cola und schlägt eine bewaffnete Rekwierirung vor: „Hier, beim ‘Anne’s Bude’ gibts noch Wacholder, wenigstens!“ Andere Wietmarschener fahren mit ihren Mercedes schnell inne Kreisstadt hin, wat zun Teil zu Verkehrsunfällen führt, während in Lohne die Zahl der bewaffneten Raubüberfälle anstieg. Da sind „Korn“ schon längst auf dem Weg zu „Rock an die Burg“ in Bentheim. Ein Nachspiel soll es aber trotzdem geben tun, erkärt Horst Unterfratz vonne Polizei: „So ein Kaos, dat kann kaum ungestrafft bleiben“ erklärt der Polizist. Insbesondere solle untersucht werden, ob Piepke von Emskopp beauftragt sei. Tulpen hat hingegen eine andere erklärung: „Cola ohne, der kommt bestimmt aus Lohne!“ ruft er, als er am nächsten Tag einige Rosen vor dem Hinnerk Harmkötter-Denkmal in Zentrum niederlegt, der immer an diesen Tagen geehrt wird.
de Grafschafter findet: Aufklärung tut Not an Man!
Jan-Holger Becker
