dG. Nordhorn/ Brandlecht. Heiner Buschstraat, Nordhorns Stadthistoriker Nummer Eins, spricht in Interview mit de Grfschafter Klartext. Über Aschelogie-Ausgrabungen in Brandlecht, die Industrierung und viele andere Themens.
dG: Herr Buschstraat, die Grafschafter CDU will „am Kreuzbree aufs Tempo drücken“ und Aschelogisches Ausgrabungsland mit Häusers bebaun. „Die Ausgrabungen sind wichtig und richtig, aber sie dürfen nicht zu Lasten der Bauherren gehen”, sagt die Brandlechter CDU-Politikerin Gesine Butke. Was sagen Sie davon?
Buschstraat: Die Grafschafter CDU tut offensichtlich Angst haben, wat weiß ich wovor. Hier werden Ausgrabungen behindert und vertuscht, da is doch wat in Busch drinne!
dG: Haben sie Eine Vermutung was dahinterstecken könnte?
Buschstraat: Ja, ich geh ma davon aus, dat die CDU vonne Emskopp fremdgesteuert ist. In Emsland kannste ja n Besen hinstellen, wenn dat der CDU-Kandidat ist wählen se den da. Und nun wird sich bei den Ausgrabungen die kulturelle Überlegenheit vonne Grafschafters deutlich hervortun – bei allen bisherigen Ausgrabungen in Emsland kamen ja nur omniöse Sachen bei rum, so niedrigkulturelles Zeug, Ausländers und so. Dat wird hier anders sein und dat will der Emskopp mithilfe vonne CDU verhindern. Dat find ich schlimm, in echt mal.
dG: Abrobrot kulturelle Überlegenheit. In jüngerer Zeit geht et ja mit die Landwirtschaft richtig Bergauf. Milchpreise steigen, Fleisch tut sich verkaufen – kann man da hysterische Parelen zu den Aufsteig Nordhorns mit de Textilindustrierung und so ziehen oder wie sehen sie dat?
Buschstraat: Ja wenn ich so inne Povelturm sitz denk ich da ja echt oft wehmütich an die alten Zeiten und guck dann auf die Äcker und denk, dat dat alle Wiederkommt. Da bin ich sicher von, dat glauben se mal.
dG: Dat is ja wat schönes. Nicht so schön tut ja dat offensichtliche Terrorproblem sein. Kann man da las Hystoriker wat zu sagen?
Buschstraat: Ja, aber sicher.
dG: Dann sagen sie doch mal wat dazu, sie sind doch Hystoriker.
Buschstraat: Ja, ich hab ja in Münster Geschichte studiert und wat da inne Bücher stand an Wochenende mit den Erzählungen von meine Eltern abgerundet – viele Bücher lügen oft über Kriegsschuld und solche Dinge. Der Terrismus ist ja tatsächlich ein Problem, da hatten wir ja schon in Bentheim zwei von. Aber nun muss man schon sagen, dass da bedingt und bestimmt auch das Hugenottische mit einfließt, da könnt ich ihnen lange wat von erzählen. Aber aus die Geschichte lernt man, dat sowas nur mit Gegengewalt einedämmt werden kann, deshalb unterstütz ich auch den Antrag von Herrn Seilgeweih, das Mistgabelbudget deutsch und deutlich zu erhöhen.
dG: Nun mal zun Abschluss: Was ist ihr hysterisches Hai-Light inne Grafschaft?
Buschstraat: Ganz klar die Burg Bentheim. Da lässt sich schon der Anfang vonne Grafschafter Textilindustrie verorten, da wurden schon früher gute Seile gestrickt zun Aufhängen von Terroristers. Ich bin da auch gerne bei Festspielen, um den Erkenntnisgewinn zu toppen, dat sach ich ihnen.
dG: Vielen Dank, dass sie sich ihre rare Zeit genommen haben!
Das Interview führte Jonas Friedlich.
